Saisonstart 2014 – Breitenbrunner Wetterkapriolen

„Kräht der Hahn am Mist, ändert sich das Wetter, oder es bleibt wie’s ist.“ Verblüffend wie diese alte Bauernregel auch heute noch jeden meteorologisch fundierten Wetterbericht mit entwaffnender Klarheit und in wenigen Augenblicken aushebelt und eines immer wieder klarstellt: Wetter kann nicht berechnet werden.

Noch ein paar Tage vor der burgenländischen Landesmeisterschaft – Best of Burgenland – konnte man beispielsweise fünf Wetterberichte studieren, um sechs verschiedene Vorhersagen für das Wochenende zu erhalten. Erst am Samstag waren sich dann alle Wetterexperten einig: Vormittag noch starker Wind, ab Mittag abflauend bis unter 6 Knoten.

So weit, so fein. Start ist um 14:00 Uhr. Mal sehen, welches Segel wir für die erste Wettfahrt brauchen. 2er, 1er oder doch schon die 0er-Genua? Also mal ohne angeschlagenes Vorsegel raus und draußen weiterüberlegen.

Die Entscheidung war dann genauso einfach, wie unvorhersehbar. Auf einmal Böen bis 25 Knoten (also echt abflauend…) und die 3er rauf, so wie fast das ganze Feld auch. Bei uns auf  AUT 129 war das der Anfang einer noch nie dagewesenen Verkettung unglücklicher Umstände – nennen wir’s mal vorsichtig so. Am Ende stand ein 7. Platz, ein komplett zerissener nagelneuer Spi und Stimmung, die sich knapp unter dem Tiefpunkt befand.

Also beste Voraussetzungen für die zweite Wettfahrt. Der Wind, weil abflauend, ging nochmal rauf bis ca. 33 Knoten. Der K(r)ampf also munter weiter. Wir wurden diesmal mit einem Weltschlag auf der zweiten Kreuz und einem halben Schenkel Vorsprung auf der Vorwind belohnt. Am Ende also ein 1. Platz und die Stimmung gleich wieder auf dem Höhepunkt.

Dritte Wettfahrt endlich der abflauende Wind, aber das ganze Feld einig, kein größeres Vorsegel zu setzen. Also alle etwas unterbesegelt um die Tonnen und endlich wieder mehr Zeit richtig taktisch zu segeln.

Ergebnis des ersten Tages:

  1. Andi (AUT 190) mit 1, 2, 1
  2. Klaus (AUT 4) mit 3, 5, 2
  3. Ali (AUT 129) mit 7, 1, 3

Alle waren wir ziemlich müde und freuten uns auf Freibier – natürlich bestes Golser  von der Klassenvereinigung – und ein leckeres Buffet von Antonio.

Der nächste Tag ist eigentlich rasch beschrieben. Kurz vor Start der 4. Wettfahrt stimmte endlich der Wettbericht mit der Realität überein. Strömender Regen und wenig Wind. Nach der 2. Luvtonne wurde die Wettfahrt abgebrochen. Ein weiterer Start mehrmals probiert, aber aufgrund des drehenden Windes scheiterte das Vorhaben immer wieder. Also kein Start mehr, dafür richtig nass weil immer mehr Regen. Das Ergebnis vom Samstag blieb final und alle waren mehr oder weniger froh am Muttertag noch einigermaßen rechtzeitig zu Mutti zu kommen.

Fazit: Fürs miese Wetter kann niemand was. Segeln ist und bleibt ein Outdoor-Sport. Dafür eine Wettfahrt bei mehr als 25 Knoten anzupfeifen eigentlich schon. Es ist und bleibt ein leidiges Thema. Offenbar geht am Startschiff grundsätzlich immer weniger Wind als überall anders…

Und die Kantine im YCBb ist von der Qualität her durchaus zu empfehlen und überrascht auch durchaus mit kreativen Ideen. So zum Beispiel das Buffet am Samstag. Wenn Antonio jetzt noch das richtige Bier anbieten würde… aber das können wir ja noch ein anderesmal erörtern 😉

Das gesamte Ergebnis gibt’s hier

Fotos hier

 

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