Nichts Neues beim Silberreiher… oder doch?!

Und schon ist der Silberreiher 2013 vor Neusiedl wieder Geschichte. So schnell kann’s gehen! Bei der gebotenen Spannung ist das auch kein Wunder. Aber jetzt mal der Reihe nach:

Die Wettervorhersage für dieses Wochenende war ja segeltechnisch wenig erfolgversprechend. Zwar – ganz im Gegenteil zu Restösterreich – Sonnenschein und milde Temperaturen, aber Wind mau, mehr als mau. Das sollte sich aber gottseidank nicht bewahrheiten. Am Samstag erwarteten uns immerhin 6-10 Knoten drehender Nordwest mit vielen Ecken und Kanten. Entscheidend war also präzises aufmerksames Segeln. Klingt leicht, ist es aber nicht. Am besten gelang dies Klaus Charvat, der, mit nagelneuer Segelgarderobe (vor allem die 0er-Genua dürfte ein echter Bringer sein), gleich einmal mit zwei 1. Plätzen aufzeigte. Damit ließ er die heißen Eisen, wie Thomas Dohnal, oder Andi Zethner, aber auch Geheimfavorit Joschi Mautner-Markhof (er segelte immerhin mit Hans Spitzauer), hinter sich.

Wie sehr sich aber das Niveau der Klasse zusammengeschoben hat, zeigte uns die dritte und letzte Wettfahrt an diesem Tag. Da pilotierte Klaus seinen Jollenkreuzer nämlich als 10. und damit letzter über die Linie. Den Sieg holte sich (endlich) Lokalmatador Thomas.

Am Abend gab’s jede Menge blöd reden mit den üblichen Verdächtigen (wie ist mir das über den Winter abgegangen!!!) begleitet von Stelze und wunderbarem Golser Bier.

Dann der Sonntag! Wettervorhersage wie am Vortag und dann plötzlich Wind mit bis zu 18 Knoten. Bei uns auf AUT 129 setzte sich schon leichte Skepsis durch, ob es wirklich gut war nur die 1er und 1,5er Genua mitzuhaben. Andererseits – wer trägt schon Gürtel UND Hosenträger!

Nach dem Start wie immer rauf auf die Luvtonne und dann spitzer Raumkurs auf den Outerloop. Und diese Raume war das, warum wir alle Jollenkreuzer segeln. Da wurde nicht zugewartet, ob sich der Spi ausgeht, oder nicht. Zu dicht ist das gesamte Feld, zu groß der Druck. Also rauf damit und ab geht die Post. Immer an der Grenze zum Spin-out. Wer zu tief von der Tonne weggefahren ist kann die Höhe nicht halten. Also wieder Genua raus und Spi runter um nur eine Minute später die gleiche Prozedur in umgekehrter Reihenfolge zu wiederholen und um die Boje zu gehen. Leider geil!!!

Den Sieg holte sich Joschi vor Andi und Johann. Thomas passierte (fast) ein ähnlicher Absturz, wie Klaus am Vortag. Der Kampfgeist (und Lachis Vorschiffsakrobatik) hielt sie aber noch im Mittelfeld.

Letzte Wettfahrt. Der Wind ist wieder zurückgegangen und die Regatta geht würdig und mit einem alten neuen Sieger zu Ende. Thomas holt sich, wie im Vorjahr den „Ippon“ für den führenden in der Jahreswertung, Klaus kann sich mit seinen zwei 1. vom Vortag auf Platz 2 halten. Andi wird 3.

Fazit: War letztes Jahr die Dichte im Feld der österreichischen 20R Jollenkreuzer schon hoch, so ist sie heuer wohl noch mal gestiegen. Es gibt kein wirklich dominantes Team. Die richtige Taktik und weniger Fehler machen, als die anderen, entscheidet. Klingt einfach, ist es aber wieder nicht. Und manchmal ist dazwischen nicht einmal eine Bootslänge.

Man darf auf die Österreichische Meisterschaft in Breitenbrunn durchaus gespannt sein!

Ergebnisse gibt’s schon auf der Website des Union Yachtclub Neusiedlersee unter: http://www.uycns.at/uycns/regatten_view/2013_silberreiher

Fotos von Alex Kattinger unter: http://bit.ly/15mzh67

Zum Abschluss wünschen wir Luki, Andi und Johann noch viel Erfolg am Bodensee!

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2 Antworten zu Nichts Neues beim Silberreiher… oder doch?!

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